Weserradweg

Der Weserradweg verläuft meist direkt entlang der 450 Kilometer langen Weser. Der Fluss beginnt dort, wo Werra und Fulda zusammenlaufen und das ist im Weserbergland in Hann. Münden am Weserstein. Der Weserradweg führt durch die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. In Bremerhaven mündet die Weser in die Nordsee, der Weserradweg endet in der weiter nördlich gelegenen Stadt Cuxhaven. Er wurde bereits Ende der 1970er initiiert und in den 1980ern nach und nach fertiggestellt. Er wird sehr geschätzt und vom ADFC regelmäßig mit Bestnoten ausgezeichnet.

Bei einer Radtour entlang der Weser wird traditionsreiches und sowohl wirtschaftliches als auch kulturell bedeutsames Gebiet durchfahren. Im Einzugsgebiet der Weser leben mehr als sieben Millionen Menschen. Seit seiner ersten Besiedelung versorgte der Fluss die Menschen mit Trinkwasser. Später diente er als Transportweg. Die an dem Fluss liegenden Dörfer und Städte profitierten davon. Der Fluss war auch Nahrungsquelle. Da die Qualität des Wassers nach dem Zweiten Weltkrieg sukzessive abgenommen hat, kam es zu einer Dezimierung der Fischpopulation und zu einem Rückgang des gewerblichen Fischfangs. Heute gibt es nur noch wenige Berufsfischer, aber die Weser wird von vielen Hobbyanglern bevölkert. Die Weser wird auch zur Energiegewinnung verwendet.

Die Zunahme der Bevölkerung und die damit verbundenen Abwässer sowie die teils intensive industrielle Nutzung haben der Weser geschadet. Vor allem die Unterweser von der Bremer Weserwehr bis zur Mündung hat unter dem Ausbau zum Zweck der Schifffahrt gelitten. Allerdings wurde in die Weser auch deshalb eingegriffen, weil es immer wieder zu Hochwasserkatastrophen gekommen ist. In den letzten Jahren wurden diverse Maßnahmen eingeleitet, um die ursprünglich vielfältige Flora und Fauna zu erhalten. Der Weserradweg führt also durch ökologisch sensibles Gebiet. Es ist symbolträchtig, hier mit dem Rad zu fahren.

Radtour auf dem Weserradweg

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